Boßel - ABC

Wettkampfbestimmungen Strassenbosseln Stand  06.03.2015

Kreisverband X FriesischeWehde Wettkampfbestimmungen im Strassenbosseln

Jahrgangstabelle

Handbuch für die Klootschiesser- und Bosselvereine von 1950

Regelungsabrede zur Durchfuehrung des gemeinsamen Spielbetriebes zwischen den Kreisverbaenden: Friesische Wehde, Jeverland und Wilhelmshaven

 

 

Boßlersprache  Der kleine Plattdeutsch-Guide

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Die Technik

Beim Bosseln verspricht das Zusammenspiel zwischen Kraft, Konzentration, Technik und Erfahrung den größt möglichen Erfolg!

Jeder Boßler hat seinen eigenen "Wurfstil", und natürlich weiß er auch um seine Stärken und Schwächen. Danach richtet er seine Wurftechnik aus. Nur der Anlauf ist fast einheitlich. Der Boßler nimmt ca. 20 m Anlauf, wobei der Wurfarm senkrecht nach unten am Körper geführt wird.



Auf Höhe des Abwurfpunktes wird dann nach hinten ausgeholt und die Kugel anschließend nach vorn geschnellt und mit hoher Geschwindigkeit aus der Hand gelassen.

Einige Grundtechniken des Abwurfs werden durch die Graphiken verdeutlicht. 

Beim Abwurf ist natürlich die Streckenkenntnis von Bedeutung, so daß der Bahnanweiser den optimalen Punkt anzeigt, den der Werfer anvisieren sollte (meist ungefähr die Mitte der Straße, wie in den (Graphiken 1 und 2)
Beim Abwurf unterscheidet man die drei Grundwurfarten "liek ut Hand" (gerade aus der Hand), "över d´ Finger" (über den kleinen Finger) und "över d´ Duum" (über den Daumen), um der Kugel eine bestimmte Richtung zu geben. Gerade beim Werfen mit der Holz- / Kunststoffkugel sind Würfe mit viel Drall / Spin (Graphik 4) an der Tagesordnung, bei denen die Kugel erst nach einer gewissen Strecke den Drall annimmt. Die Wurfart aus Graphik 3 wird oft gewählt, wenn eine "Kante" oder eine Spurrille vorhanden ist.

Der Wettkampf

Zwei Mannschaften treten beim Boßelwettkampf gegeneinander an. Die Mannschaftsstärke hängt vom Niveau der Liga ab. In der höchsten Liga, der Landesliga, besteht eine Mannschaft aus 16 Werfern, eingeteilt in 4 Gruppen á 4 Personen. Auswechslungen sind in der Landsliga bis zu 4mal erlaubt. Die 4 Gruppen bestehen wiederum aus 2 Gruppen, die mit der Gummikugel und 2 Gruppen, die mit der Holzkugel werfen.

Benennung: 1. Gummigruppe, 2. Gummigruppe, 1. Holzgruppe, 2. Holzgruppe. Nun wirft die "1. Gummi" der Mannschaft A gegen die "1. Gummi" der Mannschaft B. Dies gilt c. p. für die anderen Gruppen.

Letztendlich ist es beim Boßeln das Ziel, eine fest vorgeschriebene Strecke, mit möglichst wenig Würfen zu überwinden.

Um jedoch Zwischenstände deutlich zu machen und einen wahren Mannschaftswettkampf zu erleben, wird mit Hilfe von SHOET der Zwischenstand laufend aktualisiert.

Gummikugel

Kunststoffkugel

Ablauf:

Beim Abwurf wirft nun der 1. Werfer der 1. Gruppe (Holz oder Gummi) der Heimmannschaft (Mannschaft A) an. Es folgt der 1. Werfer der gegnerischen Gruppe (Mannschaft B). Bei Nichterreichen der Weite des Gegners ist die Gastgruppe "hinter". Bei wiederholtem Nichterreichen gibt es einen SHOET für Gruppe A. Im weiteren Wettkampf gibt es jeweils einen Shoet für die Gruppe, deren Kugel durch den gegnerischen Wurf nicht erreicht wurde. Es ist immer die Gruppe an der Reihe, deren Kugel zurückliegt, d. h. hinter der Gegnerischen. Nur eine der beiden gegnerischen Gruppen kann Punkten, also seinen (natürlich auch mehrere) Shoet erhalten. Ggf. wird bei Nichterreichen einer Wurfdistanz ein Shoet abgezogen. Am Ende des Wettkampfes, also bei Überschreitung des Ziels, werden alle Gruppenergebnisse kumuliert (incl. der Meterzahlen; 150 Meter = 1 Shoet) und das Endergebnis steht fest. Die Mannschaft mit den meisten Shoet gewinnt den Wettkampf. 

Beispiel: Mannschaft A gg. Mannschaft B

1. Gummi: 0 Shoet, 10 Meter für         B                               

2. Gummi: 2 Shoet, 50 Meter für        A                        

1. Holz:     1 Shoet, 50 Meter für         B                        

2. Holz:     6 Shoet, 50 Meter für         B

Das macht ein Gesamtergebnis von   7 : 2 für B!



Es wird auf einer ca 10 km langen Strecke gebosselt (je nach Liga). Hierbei sind vor dem Wettkampf dem Gegner evtl. Kugelaufnahmen, Wenden usw. bekannt zu machen, falls dieser um Auskunft nachsucht. Der Anlaufbeginn, der An- und Ablauf sowie der Abwurf und das Aufsetzen der Kugel hat innerhalb der Leitpfähle, Baumgrenzen und Grabengrenzen, die die Wurfstrecke begrenzen, zu erfolgen. Als geworfen gilt die Kugel, wenn sie die Abwurstelle nach dem Wurf überschritten hat. Sollte der Abwurf nicht innerhalb der angegebenen Begrenzung erfolgen, so ist der Wurf ungültig und der nachfolgende Werfer muß wieder an der gleichen Stelle abwerfen. Der Gegner erhält einen Schoet.